"Ursonate"eine dadaistische Sprechoper von Kurt Schwitters Theaterwissenschaft München Kurt Schwitters (1887-1948), Schöpfer von Merz, war ein vielseitiger Künstler, und erschuf mit seinen Collagen eine neue Welt des Ausdrucks. Seine Begabung fokussierte sich jedoch nicht nur in der bildenden Kunst. Als Lyriker, Erzähler, als Dramatiker und Theatertheoretiker äußerte er sich mit Beiträgen in der von ihm gegründeten Zeitschrift Merz (1923-1932). Die Ursonate (1932) ist eine dadaistische Sprechoper und ist im Zusammenhang mit seinem bildkünstlerischen Werk zu sehen. Mit seinen Wortmalereien fordert er die Phantasie des Lesers, Vortragenden und Zuhörers heraus... ein Klangmaterial, das mit Rhythmus, Lautstärke, Tonhöhen spielt und von jeder Inszenierung mit eigenen Inhalten gefüllt werden muss. Die Ursonate ist besonders geeignet, einem internationalen Publikum Inhalte jenseits semantischer Zusammenhänge zu vermitteln. Lanke trr gll Ziiuu lenn trll? Lümpff tümpff trll ... wird von russisch, arabisch, spanisch oder französisch sprechenden Zuschauern genauso verstanden oder eben nicht verstanden wie von den deutschsprachigen Darstellern. Studierende der Theaterwissenschaft haben dieses sprachliche Klangmaterial in eine konkrete Bühnensituation (Stichwort: ‚Bayrische Brotzeit’) verwandelt. Der ironische Umgang mit der eigenen Heimat und Sprache steht dabei im Mittelpunkt. Mit Tempo, Humor und Sinn für die se Kunstsprache und deren inhaltlichen Ebenen (Streit, Liebe, Freude, Eifersucht, Trauer...) soll dem internationalen Publikum ein außergewöhnliches Werk vorgeführt werden, das die Grenzen der Kunstgattungen sprengt. Regie: Katrin Kazubko Die Inszenierung wurde im April 2004 bei einem internationalen Studententheaterfestival in Agadir/ Marokko mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Gastspiele nach Kiew/ Ukraine, Moskau/ Russland, Los Angeles/ USA und Edmonton/ Kanada folgten.
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