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MEIN VATER Einakter nach den Kurzgeschichten von Toon Tellegen (auf Russisch mit deutschen Untertiteln) Dauer: 1 Stunde 45 Minuten (ohne Pause) THEATER „BU…“ IM BULGAKOW HAUS (MOSKAU/ RUSSLAND)
Regie: Ekaterina Negrutsa Schauspieler: Georgy Salnikov, Jaroslav Zhalnin, Anna Makhova, Michail Ibragimov, Alisa Matern, Alexander Panov, Elena Solomina
Das Stück „Mein Vater“ ist eine Art psychologisches Training, das den Zuschauer dazu bringt, sich an das Wichtigste und längst Vergessene zu erinnern und die Motive der eigenen Wünsche und Ängste zu erforschen. Die Aufführung basiert auf den Kurzgeschichten „Josefs Vater“ des holländischen Kinderbuchautors Toon Tellegen, der mitunter als moderner Daniil Charms bezeichnet und bisweilen mit dem russischen Märchenerzähler Sergej Koslov, dem Autor von „Igel in dem Nebel“, verglichen wird. Der Inhalt entspricht eigentlich dem Titel: Auf den ersten Blick werden die Schauspieler mit den Zuschauern und sich selbst über den VATER, über MEINEN Vater, über den EIGENEN Vater, über IHREN Vater, über den Vater mit PROBLEMEN, über den STÄRKSTEN, über den SENSIBLEN, über den VATER sprechen, der nicht in der Nähe ist und der häufig als ein großes PROBLEM erscheint und den man trotz allem NICHT VERLIEREN darf. Der Zuschauer darf sich nicht wundern, dass die Sprache so einfach ist, denn die Schauspieler werden über Ernstes und Wichtiges reden. Die Aufführung ähnelt einem psychologischen Training und ruft im Zuschauer einerseits die Arbeit, die eigene Routine mit ihren vielen großen und kleinen Masken, die wir jeden Tag tragen müssen, in Erinnerung und lässt ihn andererseits wieder tief zurück in die eigene Kindheit eintauchen. Eventuell werden wir uns etwas sehr Angenehmes ins Gedächtnis rufen oder aber verstehen, dass das Klammern an Mama und Papa und das Verstecken unter der Bettdecke aus Angst nur Ausdruck dessen ist, wovon wir das ganze Leben eigentlich träumen, während die Zeit, wo immer das möglich ist, sehr vergänglich ist.
Das Theater „Bu…“ beginnt seine Geschichte im Jahre 2005, als es noch ein Theater-Studio im Bulgakow Haus in Moskau war und unter der Leitung der damaligen Regie-Studentin Ekaterina Negrutsa stand. Unter den Mitgliedern waren nicht-professionelle Schauspieler, die theatralisierte Aufführungen nach den Romanen von Bulgakow auf die Bühne gebracht haben. Nach 2 Jahren entstand die erste interaktive Aufführung aus der Serie „DREINACHT“ – eine Aufführung, in der die Charaktere aus den Romanen des weltbekannten Klassikers auf einmal wieder lebendig wurden. Heute ist „DREINACHT“ in ganz Moskau bekannt und zieht immer wieder neue Zuschauer ins Bulgakow Haus. Das Theater „Bu…“ ist zu einem Theater geworden, an dem junge professionelle Schauspieler, Studenten und ehemalige Mitglieder des Studios mitspielen. Vor kurzem hat das Bulgakow Haus das Theater von M.A. Bulgakow eröffnet. Auf dieser Bühne ist die Aufführung „Mein Vater“ entstanden.
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Wann: 4. November 2011 (Freitag), Beginn um 19.30 Wo: Theater LEO 17, Leopoldstr. 17, 80802 München |
